Spracherwerb ist die Chance auf Bildung und

Bildung ist die Chance auf eine gesicherte Zukunft.

 

In Deutschland leben viele Kinder, deren Erstsprache nicht die deutsche Sprache ist. Durch frühe Kontakte mit der deutschsprachigen Umwelt erwerben sie zwar Elemente der deutschen Sprache und Kultur, dennoch sind ihre ersten Lebensjahre überwiegend monolingual geprägt. Mit der Zweitsprache Deutsch kommen sie erst im Kindergarten verstärkt in Berührung.

Mittelstandsgeprägte, deutsche Kinder kennen im Alter von drei Jahren durchschnittlich 900 Wörter. Während der Kindergartenzeit erweitert sich ihr Wortschatz auf rund 2.500 bekannte Wörter. Mit Hilfe dieses Wortschatzes sind sie in der Lage dem Unterricht im ersten Schuljahr zu folgen.

Zuwandererkinder mit geringen oder gar keinen Deutschkenntnissen müssen während ihrer Zeit im Kindergarten nicht nur ihre Muttersprache um ca. 1.600 Wörter erweitern, sie müssen zudem 2.500 Worte der deutschen Sprache erlernen. Dies ist eine Leistung, die die Kinder nicht ohne systematische Hilfestellung seitens der Erzieherinnen und Eltern leisten können.

Für den Kindergarten ist dies nicht nur eine zusätzliche Aufgabe, sondern auch eine große Herausforderung!

 

Bielefelder Screening zur Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten 

Das BISC erlaubt die zuverlässige individuelle Identifizierung von Vorschulkindern mit einem Risiko zur Ausbildung von Lese- Rechtschreibschwierigkeiten. Das Verfahren basiert auf der Annahme, dass eine nicht ausreichend ausgebildete Phonologische Bewusstheit sowie Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprobleme für die Ausbildung von Lese- Rechtschreibschwierigkeiten verantwortlich sind. Aus den ermittelten Ergebnissen lassen sich unmittelbar Schlüsse für Förderungen ziehen. Die Protokollbogen sind anwendungsbezogener gestaltet.

 



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